Sind billige Kredite wirklich billig?

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Wer sich online nach einem Kredit auf die Suche macht, trifft schnell auf Angebote, bei denen die Hausbank nicht mithalten kann. Doch sind diese Kreditangebote auch für den Suchenden vorhanden oder handelt es sich nur um „Lockangebote“?

Kreditgeber sichern sich ab

Fakt ist, Banken und andere Kreditgeber wollen mit jedem vergebenen Kredit Gewinn erwirtschaften. Deshalb werben sie mit günstigen Zinsen in der Form, dass sie das Wörtchen „ab“ vor dem Zinssatz setzen. Für nicht jeden Kreditwilligen gelten die supergünstigen Bedingungen, sondern in der Regel für denjenigen, der eine hervorragende Bonität nachweisen kann und eine entsprechend hohe Kreditsumme beantragt.

Extrem niedrige Kreditzinsen nennen Verbraucherschützer leger „Schaufensterzinsen“. Mit diesen Kreditangeboten locken Kreditinstitute Suchende auf ihre Webseite. Meist kommen solche Angebote für den Kreditwilligen nicht in Frage. Diese extrem günstigen Zinsen sind in der Regel mit der Höhe der Kreditsumme, der Laufzeit und einem hohen Einkommen des Kreditnehmers verbunden.

Was der Kreditgeber tatsächlich gewährt

Welches Angebot der Kreditgeber dem Kreditwilligen tatsächlich gibt, unterscheidet sich meist vom online gestellten Angebot. Für die Bewilligung eines Kredits kommen neben oben genannten Kriterien auch das Alter und der Familienstand des Antragstellers zum Ansatz. Banken dürfen mit Billigangeboten werben, wenn im selben Atemzug solche Beispielkonditionen angeben, welche mindestens zwei Drittel der Antragsteller erhalten.

Täuschungen bei Online-Krediten

Wer bei seiner Suche nach einem billigen Kredit nur die Superbilligzinsen im Auge hat, der geht an einem seriösen günstigen Angebot leicht vorbei. Banken können bei der Kreditvergabe mit Zinsen, die von der Bonität des Antragstellers abhängig sind, für jede Kredithöhe und Vertragslaufzeit einen anderen, höheren Effektivzins ansetzen. Dies gilt nicht nur bei hohen Krediten, sondern auch bei Kleinkrediten. Deshalb fallen in der Regel bei Kreditanfragen aufgrund der persönlichen Angaben die Angebote unterschiedlich aus.

Dies kann zur Folge haben, dass aus dem billigsten Anbieter schnell der teuerste Anbieter wird. Auch der Kreditvergleich kann nur bedingt den günstigsten Kredit herausfiltern, da hier keine Angaben zur Bonität erforderlich sind. Im Grunde weiß der Kreditwillige nur dann, wer den günstigsten Kredit anbietet, wenn ihm individuelle Angebote verschiedener Kreditgeber vorliegen.

Wie man den richtigen Kreditgeber findet

Erstens durch den Kreditvergleich und zweitens durch die Einholung eines Angebots, das individuell nach den Wirtschaftsverhältnissen und der Bonität des Kreditwilligen erstellt wird. Der Kreditsuchende sollte sich über die Kreditbedingungen genauestens informieren, wie auch über die Kundenfreundlichkeit. Werbeaussagen sind zwar schön und gut; doch verlassen sollte man sich darauf in keinem Fall.Similar Posts:

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